Samstag, 16. August 2014

Prolog/ Nachbesprechung/ Danksagungen

Die letzten 5 Tage waren die körperlich anstrengendsten meines Lebens!!! 

Robert und Stefan haben unsere Mountainbike Tour über die Alpen frei nach der von Achim Zahn beschriebenen Route schon im letzten Jahr geplant. 

Aus Respekt vor den hohen Alpenpässen und den damit verbundenen Strapazen, habe ich mich erst 2 Monate vor dem Start der Reise dazu entschieden definitiv mitzuradeln. Allerdings nicht die gesamten 10 Tage, sondern "nur" die ersten 5 Tage vom Tegernsee nach Ehrenburg in Südtirol. 
Anders als Robert, der laut eigenen Aussagen, sage und schreibe nur eine Mountainbike Tour 2 Wochen vorher als Training absolviert hatte, habe ich gerade in den letzten 2 Wochen so oft wie möglich versucht nach der Arbeit den Wiener Wald hoch und runter zu fahren. Stefans Mountainbike wurde aber sicherlich am meisten im Vorfeld der Reise bewegt.



Hier eine kurze Zusammenfassung der Tour:

Herrlicher Sonnenschein, Regen, Regen, starker Regen, Regen im Nebel, Schnee, Hagelssturm, starker Regen, Sonnenschein;

oder auch

Weißwürstel, Knödel, Pasta, Knödel, Pasta, Kaiserschmarrn, Kasknödel, Lasagne, Panna Cotta.

Trotz aller Strapazen und trotz des Sauwetters (oder besser auch deswegen) war es eine eindrucksvolle Radtour. Danke noch mal an Robert und Stefan: „Ihr wart erste Klasse!“. Alleine hätte ich das niemals gepackt und auch nicht ohne die große Portion Galgenhumor.

Freitag, 15. August 2014

Rückfahrt für mich nach Wien/ Weiterfahrt führt Robert und Stefan in die Dolomiten


Nach leckerem Frühstück hieß es für mich Abschied nehmen von meinen Freuden- und Leidesgenossen Stefan und Robert. Es blieb mir nichts anderes übrig, als ihnen alles Gute für den weiteren 5 Tages Ritt über die bevorstehenden Dolomiten zu wünschen. Dies geschah zu einem mit einem lachenden Auge, da mein Körper mir zu verstehen gab: "Hab' Erbarmen!!!", aber auch mit einem weinenden aufgrund der verpassten, bevorstehenden Erlebnisse.
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Die 10 Stunden Rückreise mit 3 Zug Umstiegen habe ich sinnvoll genutzt. Bei einem 2 ständigen Zwischenstopp habe ich alle Sehenswürdigkeiten in Innsbruck gesehen. Jetzt beim letzten Satz hält der Zug kurz vor zu Hause in Wien Hütteldorf......und ja es regnet auch in Wien, immerhin. 

Donnerstag, 14. August 2014

Über Pfunderer Joch in die Dolomiten (61 Km, 2450 m hoch, 1950 m runter)

Der für mich letzte Tag war gleichzeitig die Königsetappe der Tour. Auch wenn wir sie nicht ganz schafften, erfüllte sie diese Erwartung.  Zur Abwechslung starteten wir den langen Anstieg zum Pfunderer Joch auf 2568 m im trockenen. Allerdings hielt die Trockenzeit nur ca. 1 Stunde an. Der leichte Nieselregen wechselte ab einer gewissen Höhe in dicke Schneeflocken, der am Joch sogar neben dem Altschnee liegen blieb. 

 Stefan hatte ein Garmin Navigationsgerät mit der abgespeicherten Fahrtroute, ohne das wir an zahlreichen Weggabelungen aufgeschmissen gewesen wären




 ohne trockenen Fusses finden wir schliesslich einen Weg über einen Gebirgsbach













  Geschafft! der Pfunderer Pass in 2568 m!!





Auf der halsbrecherischen Abfahrt mündete der Schneefall in stürmische Hagelschauer.  Genau in dem Moment platzte bei Stefan der Hinterreifen. 







Komplett durchnässt und mit starr gefroren Gliedern rasten wir weiter bis zur wunderschönen Weitenbergalm. Hier gibt es die besten Kasknödel und Kaiserschmarrn auf der Route und das wohlgemerkt von temporären Piefke Aussteigern zubereitet.
Unten im Tal war unsere Motivation dann allerdings doch zu weit im Keller um erneut hoch zu unserem geplanten Zielpunkt der Starkenfeldhütte zu gelangen. Stattdessen blieben wir in Ehrenburg im Gasthof Obermayr. 


Unsere Radklamotten im Hotel Trockenraum

Mittwoch, 13. August 2014

Über Brenner Grenzkämme ins Pfitscher Tal (46 km, 2000 m hoch, 1950 m runter)


Beim Frühstück kein Regen, pünktlich zur Abfahrt fängt es in Strömen an zu regnen. Nach kurzer Abfahrt geht es 1000 m fast konstant hinauf zum Brenner Grenzkamm. Wir treffen auf dem im Routenführer beschriebenen Alm Bauer, werden aber nicht wie angekündigt mit der Mistgabel vertrieben. Grandiose, unberührte Gebirgslandschaft entlohnt uns mehrfach für alle Mühen. Wer weiß, vielleicht wiederholen wir diese Etappe noch mal bei schönem Wetter.





Kuh Stehblockade


bei Sauwetter ist verschwommen ein Fahrrad Verbotsschild zu sehen auf dem 2040 hohen Brenner Grenzkamm

Nach rasanter Abfahrt vorbei an schaurigen, verfallenen Wehranlagen der Wehrmacht, finden wir einem Grenzlokal in Italien Unterflucht vor den mittlerweile sinnflutartigen Regengüssen.



der aussichtlose Versuch unsere Sachen zu trocknen im Waschkeller der Gaststätte


Wir entscheiden uns nach einem deftigen Mittagessen das 2200 m hohe Schlüsseljoch weiträumig über Sternzig zu umfahren. Es war einfach zu gefährlich bei den derzeitigen Bedingungen. Die Bäche im Tal waren mittlerweile zu reißenden Strömen angeschwollen. In den Dörfern dröhnten die Notsirenen.




Erschöpft kamen wir abends im Pfitscher Tal in Kematen an unserer Unterkunft Alpenrose an. Endlich hatte es oh Wunder aufgehört zu regnen. Sogar die Sonne war kurz zu sehen. Freundlicherweise durften wir die Waschmaschine und wichtiger noch den Trockner benutzen. Wir ließen den Tag mit Karate Kid Junior ausklingen.






Dienstag, 12. August 2014

Über das Tuxer Joch zum Brenner (51 km, 2050 m hoch, 2450 m runter)


Zum Regen gesellte sich dichter Nebel, durch den wir uns von der Weidener Hütte 500 m hoch auf 2291 m zum Geiseljoch Pass radelten.
















 wir kraxeln uns naufi zum Geiseljoch auf 2291 m


 der Pass Stempel darf nicht vergessen werden

Wie begossene Pudel kamen wir im Tal in Hintertux an. Robert hatte Probleme mit der Wade, aber ein kurzer Besuch beim Arzt und die professionelle Nachbehandlung von Chrissi im Souvenirladen bewirkten eine rasante Wunderheilung. 



Wir mussten leider etwas mogeln, um die verlorenen 2 Stunden Behandlungszeit wieder aufzuholen. Die Hintertuxer Gondel ersparte uns 500 Höhenmeter Anstieg.




 wir haben es geschafft hoch zum Tuxer Joch auf 2313 m






Stefan fährt den Berg freihändig runter, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen




 die Sonne ist für eine Minute zu sehen


 die Brenner Brücke kurz vor Italien, nah unserem Zielort Nößlach