Mittwoch, 13. August 2014

Über Brenner Grenzkämme ins Pfitscher Tal (46 km, 2000 m hoch, 1950 m runter)


Beim Frühstück kein Regen, pünktlich zur Abfahrt fängt es in Strömen an zu regnen. Nach kurzer Abfahrt geht es 1000 m fast konstant hinauf zum Brenner Grenzkamm. Wir treffen auf dem im Routenführer beschriebenen Alm Bauer, werden aber nicht wie angekündigt mit der Mistgabel vertrieben. Grandiose, unberührte Gebirgslandschaft entlohnt uns mehrfach für alle Mühen. Wer weiß, vielleicht wiederholen wir diese Etappe noch mal bei schönem Wetter.





Kuh Stehblockade


bei Sauwetter ist verschwommen ein Fahrrad Verbotsschild zu sehen auf dem 2040 hohen Brenner Grenzkamm

Nach rasanter Abfahrt vorbei an schaurigen, verfallenen Wehranlagen der Wehrmacht, finden wir einem Grenzlokal in Italien Unterflucht vor den mittlerweile sinnflutartigen Regengüssen.



der aussichtlose Versuch unsere Sachen zu trocknen im Waschkeller der Gaststätte


Wir entscheiden uns nach einem deftigen Mittagessen das 2200 m hohe Schlüsseljoch weiträumig über Sternzig zu umfahren. Es war einfach zu gefährlich bei den derzeitigen Bedingungen. Die Bäche im Tal waren mittlerweile zu reißenden Strömen angeschwollen. In den Dörfern dröhnten die Notsirenen.




Erschöpft kamen wir abends im Pfitscher Tal in Kematen an unserer Unterkunft Alpenrose an. Endlich hatte es oh Wunder aufgehört zu regnen. Sogar die Sonne war kurz zu sehen. Freundlicherweise durften wir die Waschmaschine und wichtiger noch den Trockner benutzen. Wir ließen den Tag mit Karate Kid Junior ausklingen.