Samstag, 14. August 2021

1. Tag: Sankt Anton - Bodenalpe


Da der Weg von Landeck nach Sankt Anton nur entlang der Autostraße verläuft und nicht sonderlich spannend für den Beginn der Tour erschien, entscheiden wir die erste Etappe abzukürzen und nehmen den Bus in das 50 min entfernte st Anton. Unser anfänglicher Versuch, statt des Busses den Railjet für eine Station zu benutzen,  wurde rigoros vom Zugführer zurückgepfiffen. 

In Sankt Anton angekommen, steigen wir um 10:00 Uhr morgens voller Elan auf die Räder um die Tour zu beginnen, mit dem Tagesziel der Bodenalpe bei Ischgl.



Die Tour hier zu beginnen war die richtige Entscheidung. Der Schotterweg führte uns gemächlich durch herrliche grüne Natur entlang eines glasklaren Gebirgsbaches  über ein Hochtal bis zur Heilbronner Hütte. Sie liegt mit 2320 Meter Höhe auf der Landesgrenze inmitten der eindrucksvollen alpinen Berglandschaft des Verwallgebirges zwischen Vorarlberg und Tirol und an der europäischen Wasserscheide.







An der Heilbronner Hütte pflegen wir unsere Füße in einem Gebirgswasser Kneipp Bad.


Danach ging es abwärts zum dritt größten Stausee Kops in Österreich.







Auf der Abfahrt nach Ischgl hatte sich eine Speiche von Stefans Hinterrad gelöst. Das Dorf war voll von zum Teil sichtlich dickbäuchigen E Mountainbikern, die alle an dem Tag versuchten die  Amateurweltmeisterschaften im E-Mountainbiken zu gewinnen (kein Witz, das gibt es wirklich bereits). Aus den Boxen dröhnte Anton aus Tirol. Das Ischgl im letzten Jahr einer der Hauptausgangspunkte von Corona in Europa war scheint bereits vergessen. Trotz allem Trubel fanden wir ein Radladen, indem der Techniker die Zeit hatte, die Speiche innerhalb von 30 Minuten für 25 € auszutauschen und das Rad neu zu zentrieren. Wir vermuten er meinte es zu gut und zog die Speichen zu fest an. Stefan wurde dies am nächsten Tag leider nochmal zum Verhängnis.  Wir setzen unsere Fahrt fort hoch zum Berggasthof Bodenalpe. Dort trafen wir den sechsfachen Papa Jan, der sich eine Auszeit von seiner Familie genommen hatte, um so wie wir die Alpen allerdings alleine zu überqueren. Wir sollten ihn noch an verschiedenen anderen Orten auf der Tour wieder treffen. Außerdem waren zwei sehr geschwätzige Schwaben anwesend, die im Laufe des Abends durch konstanten Zufuhr von Bier und Schnäpsen noch geschwätziger wurden, irgendwann haben wir sie dann ignoriert, was nur halbwegs funktionierte.